Heidenbeerpiroggen mit dem MTB

Es war Zufall, dass wir auf einer unserer MTB-Touren rund um Herrenschwand diesen Geheimtipp für uns entdeckt haben:

Heidelbeer-Piroggen im Gasthaus Kranz in Oberibach. Man fährt fast daran vorbei ohne zu merken, dass es ein Gasthaus ist. Unscheinbar im Obergeschoss liegt der urige Gastraum. Die Wirtin, Frau Schäuble, die  jeden Gast mit einer umwerfenden Herzlichkeit empfängt, ist eine gebürtige Polin und hat eine Spezialität ihres Heimatlandes einfach mit einer Brise Schwarzwald gemischt. Piroggen sind gefüllte Nudelteigtaschen. Meist besteht die Füllung aus Fleisch. Frau Schäuble füllt sie aber einfach mit Obst der Saison zu einer hinreißenden Süßspeise. Passend zum Spätsommer also nun mit Heidelbeerfüllung.

Doch vor diesen kulinarischen Köstlichkeiten liegt eine nicht minder hinreißende leichte bis mittelschwere Mountainbike-Tour vor uns. Und ich kann nur betonen, dass Herrenschwand ein idealer Ausgangspunkt für atemberaubend schöne Mountainbiketouren in allen Schwierigkeitsgraden ist. Sogar für nicht ganz so fitte Menschen wie mich, denn meine Figur ist ganz weit weg von dem, was man Bergfloh nennt. Dennoch ist  diese Mountainbike-Tour gut zu schaffen. Und wer weiß, ohne Heidelbeer-Piroggen würde es vielleicht sogar noch was mit der Bergfloh-Figur werden. Aber wer will das schon?

Ab Herrenschwand rollen wir die ersten  Meter noch relativ flach zum Hochkopfhaus. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite fahren wir über den Panoramaweg durch den Wald bis zum Rotkreuzpass bei Bernau. Auf dem Weg dorthin erklimmen wir auch  den höchsten Punkt (1210 m üNN) der Tour. Über die Straße geht es in Richtung Bernau. Kurz vor Oberlehen biegen wir rechts von der Straße ab. Vorbei am Sachsköpfle  folgen wir dem schönen Weg durchs Tal des „Schwarzenbächle“ bis Mutterslehen, dort geht es rechts ab nach Oberibach. Hier finden wir nun den besagten Gasthof Kranz.

Auf der benachbarten Koppel beäugen mich neugierig die Pferde, die ebenso zum Gasthof gehören, wie der Streichelzoo mit den Ziegen und dem Esel nebenan. Uns steht jedoch der Sinn nach Heidelbeer-Piroggen, auf die wir uns schon die ganze Zeit gefreut haben.

Nach den Piroggen fällt die letzte Etappe des Weges zunächst etwas schwerer. Aber auf dem Weg nach Unteribach geht es zunächst, zur Verdauung und unserem Glück, relativ eben. In Unteribach  halten wir uns rechts. Das kleine Sträßchen führt durchs schöne Fohrenmoos.

Am Ende geht es rechts und dann direkt wieder links zur Freiwaldkapelle. Dort überqueren wir die Hauptstraße, um dann kurze Zeit später eine tolle Aussicht über den Hotzenwald zu genießen. Bald treffen wir wieder auf die Hauptstraße und bleiben die restlichen paar Meter nach Todtmoos auf dieser. In Todtmoos geht es steil hinauf zum Wehrawald-Sanatorium und von dort wieder durch den Wald bis zum St. Antonipass.

Am St.  Antonipass haben wir nun mehrere Möglichkeiten. Über‘s Schweinele zurück zum Hochkopfhaus oder über die Tiefsohlhütte zurück nach Herrenschwand. Wir wählen die etwas flachere Variante über die Tiefsohlhütte  und von dort weiter über den Zimmerplatz zurück nach Herrenschwand.

Nach dieser wunderbaren Tour stehen rund 42 km und 1.250 Höhenmeter auf dem Tacho. Über die Kalorienbilanz dieser Mountainbike-Tour hüllen wir jedoch lieber den Mantel des Schweigens...